Grundlagen und Vorbereitung für die Laminatboden-Installation

Das fachgerechte Verlegen von Laminatböden ist ein Prozess, der mit der korrekten Vorbereitung beginnt. Bevor Sie auch nur eine einzige Diele zur Hand nehmen, ist eine gründliche Planung unerlässlich. Dies minimiert spätere Probleme, wie etwa aufquellendes Laminat, und sichert ein ästhetisch ansprechendes sowie funktionales Endergebnis. Eine solide Basis ist der Schlüssel zu einem Boden, der den täglichen Belastungen über Jahre standhält. Der Fokus liegt hierbei auf der akribischen Prüfung und Aufbereitung des Untergrunds sowie auf der Auswahl des passenden Materials und Werkzeugs, um eine präzise und effektive Installation zu gewährleisten.

  • Prüfen Sie den Untergrund auf Ebenheit und Tragfähigkeit.
  • Stellen Sie sicher, dass der Raum trocken und klimatisiert ist.
  • Lassen Sie das Laminat vor der Verlegung akklimatisieren.
  • Besorgen Sie das notwendige Werkzeug und Zubehör.

Die Wahl des richtigen Laminats hängt von den spezifischen Anforderungen des Raumes ab. Achten Sie auf die Nutzungsklasse, die angibt, für welche Beanspruchung der Boden geeignet ist. Für stark frequentierte Bereiche wie Flure oder Wohnzimmer sind höhere Nutzungsklassen (z.B. Klasse 32 oder 33) ratsam, während für Schlafzimmer oder Gästezimmer auch Klasse 31 ausreichen kann. Neben der Nutzungsklasse sind auch die Dicke der Diele, das Trägermaterial und die Oberflächenstruktur (Abriebfestigkeit) entscheidende Kriterien. Ein zu dünnes oder minderwertiges Laminat kann schneller Verschleißerscheinungen zeigen oder anfälliger für Beschädigungen sein.

Der Untergrund muss für die Verlegung von Laminatbodenelementen bestimmte Kriterien erfüllen. Er muss sauber, trocken, eben und tragfähig sein. Unebenheiten von mehr als 3 mm pro laufendem Meter sind in der Regel zu vermeiden, da sie zu Spannungen im Klick-System führen und Knarrgeräusche verursachen können. Kleinere Unebenheiten können oft durch eine Ausgleichsmasse behoben werden. Vor der Verlegung auf mineralischen Untergründen (Estrich, Beton) ist stets eine Dampfbremse oder PE-Folie auszulegen, um aufsteigende Feuchtigkeit zu verhindern. Diese Folie wird überlappend verlegt und die Stöße werden sorgfältig abgeklebt.

Sicherheitsvorkehrungen und Werkzeugbeschaffung

Bevor Sie mit der eigentlichen Arbeit beginnen, ist es essenziell, die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. Tragen Sie während des Zusägers und Zusammensetzens der Dielen stets eine Schutzbrille, um Ihre Augen vor Staub und Splittern zu schützen. Bei längeren Schneidearbeiten kann das Tragen eines Atemschutzes sinnvoll sein. Ein Satz guter Handschuhe schützt Ihre Hände vor Schnitten und Schmutz. Die akkurate Verlegung erfordert spezifisches Werkzeug. Dazu gehören neben einem scharfen Cuttermesser und einer Stich- oder Kreissäge (idealerweise mit einer Führungsschiene für gerade Schnitte) auch ein Zugeisen, ein Schlagholz oder Gummihammer und ein Schlagklotz, um die Dielen fugenfrei zusammenzufügen. Ein Maßband, ein Bleistift und eine Winkel werden für die präzisen Zuschnitte benötigt.

Die Akklimatisierung des Laminats ist ein kritischer Schritt, der oft unterschätzt wird. Laminatböden, insbesondere solche mit einem HDF-Träger, reagieren auf Schwankungen in Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Lagern Sie die ungeöffneten Pakete für mindestens 48 Stunden horizontal in dem Raum, in dem sie verlegt werden sollen. Dies ermöglicht es dem Material, sich an die Umgebungsbedingungen anzupassen und verhindert, dass sich die Dielen nach der Verlegung ausdehnen oder zusammenziehen und so Fugen entstehen oder sich aufblähen. Achten Sie darauf, dass die Pakete nicht direkt auf dem feuchten Untergrund liegen.

Die korrekte Untergrundvorbereitung für Laminat

Die Grundlage für eine erfolgreiche Laminatboden-Verlegung ist ein makelloser Untergrund. Dieser muss nicht nur sauber und trocken sein, sondern auch eben und tragfähig. Unebenheiten können im Laufe der Zeit zu Spannungen in den Verbindungen der Laminatdielen führen, was sich durch Knarrgeräusche bemerkbar macht oder sogar das Klick-System beschädigen kann. Eine sorgfältige Prüfung auf Ebenheit, beispielsweise mit einer langen Richtlatte oder einem Laser-Wasserwaagen-System, ist daher unerlässlich. Maximale Abweichungen sollten in der Regel 3 mm auf zwei Meter Länge nicht überschreiten.

Bei mineralischen Untergründen wie Beton oder Estrich ist die Anwendung einer Dampfbremse (PE-Folie) zwingend erforderlich, um aufsteigende Feuchtigkeit vom Laminat fernzuhalten. Diese Folie wird Bahnenweise verlegt, wobei jede Bahn die vorherige mindestens um 10-15 cm überlappen sollte. Die Überlappungen sind mit Klebeband zu sichern, um eine durchgehende, feuchtigkeitsdichte Schicht zu gewährleisten. Diese Schutzmaßnahme ist besonders in Erdgeschossen oder Räumen mit erhöhter Feuchtigkeit relevant, um spätere Schäden wie aufquellendes Laminat zu verhindern. Die Dampfbremse dient auch als Trittschalldämmung, sofern sie nicht separat verlegt wird.

Ausgleich von Unebenheiten und Trittschalldämmung

Sollten die Unebenheiten des Untergrunds die zulässigen Toleranzen überschreiten, muss eine Ausgleichsmasse aufgetragen werden. Nach dem Trocknen der Ausgleichsmasse wird diese, falls notwendig, mit einem Besen oder Staubsauger gereinigt. Erst danach wird die Dampfbremse verlegt. Auf einem bereits vorhandenen, ebenen und trockenen Bodenbelag wie alten Fliesen oder Linoleum kann unter Umständen direkt weitergearbeitet werden, sofern die Oberfläche eine ausreichende Haftung bietet und keine Höhenunterschiede aufweist. Die Verlegung von Laminat auf Teppichboden ist jedoch generell nicht empfehlenswert, da Teppiche nachgeben und somit die Stabilität des Laminatbodens beeinträchtigen.

Die Wahl der Trittschalldämmung ist ebenfalls ein wichtiger Aspekt. Sie reduziert nicht nur die Geräuschentwicklung beim Begehen des Bodens, sondern kann auch kleinere Unebenheiten im Untergrund ausgleichen. Es gibt verschiedene Materialien wie Schaumstoff, Kork oder spezielle Filzmatten. Die Dicke und das Material sollten auf den Laminatboden und die Raumnutzung abgestimmt sein. Eine zu dicke oder zu weiche Trittschalldämmung kann die Stabilität der Klickverbindungen beeinträchtigen. Für Räume, in denen Schallschutz besonders wichtig ist, wie im Obergeschoss, ist eine hochwertige Trittschalldämmung unerlässlich. Achten Sie auf die Herstellerangaben bezüglich der empfohlenen Dämmungsstärke und -art für Ihr gewähltes Laminat.

Das Verlegen von Laminat auf anderen Bodenbelägen wie Parkett oder Linoleum ist möglich, erfordert jedoch eine sorgfältige Prüfung des Untergrunds. Bei älterem Parkett muss sichergestellt sein, dass dieses fest verschraubt ist und keine losen Dielen aufweist. Eine zusätzliche Trittschalldämmung kann hier sinnvoll sein. Laminat auf Fliesen zu verlegen ist ebenfalls gängig, vorausgesetzt die Fugen sind schmal und die Fliesenoberfläche ist eben. Größere Fugen müssen zunächst gespachtelt werden, um eine glatte Fläche zu schaffen. Grundsätzlich gilt: Je ebener und stabiler der Untergrund, desto besser das Ergebnis.

Die fachgerechte Verlegung von Laminatdielen

Nachdem Untergrund und Material vorbereitet sind, beginnt die eigentliche Verlegung der Laminatdielen. Die gängigste Methode ist die sogenannte schwimmende Verlegung, bei der die Dielen nicht fest mit dem Untergrund verbunden werden, sondern sich frei bewegen können. Dies geschieht über ein Klick-System, das die einzelnen Dielen miteinander verbindet. Diese Methode ist handwerklich zugänglich und ermöglicht auch Laien ein ansprechendes Ergebnis, erfordert aber Präzision bei den Schnitten und der Montage.

Beginnen Sie die Verlegung in der Regel in der linken Ecke des Raumes, wobei die längere Seite der Diele zur Wand ausgerichtet ist. Achten Sie auf einen ausreichenden Abstand zur Wand. Dieser Dehnungsfugenabstand ist entscheidend, da Laminat auf Temperaturschwankungen reagiert und sich ausdehnt oder zusammenzieht. Ohne diesen Spielraum kann sich der Boden wölben oder aufquellen. Der Laminat abstand zur wand sollte je nach Raumgröße und Herstellerangaben zwischen 10 mm und 15 mm betragen. Abstandskeile sind hierfür ein praktisches Hilfsmittel.

Der erste Schritt: Die erste Reihe verlegen

Um die erste Reihe zu beginnen, wird oft die Feder der ersten Diele entfernt, damit die Nutseite zur Wand zeigt. Die erste Diele wird nun mit der Kopfseite an die Wand gelegt (unter Berücksichtigung des Dehnungsabstands) und die Längsseite wird mit der Zuglasche oder einem Zugeisen in die Nut der vorherigen Diele eingehängt. Bei vielen modernen Klick-Systemen werden die Dielen einfach schräg ineinander geklickt. Die einzelnen Dielen der ersten Reihe werden so zugeschnitten, dass eine kleine Restdiele am Ende der Reihe verbleibt. Diese Restdiele kann für die nächste Reihe wiederverwendet werden, sofern sie eine Mindestlänge hat (Herstellerangaben beachten).

Das Zusammensetzen der Dielen erfordert Sorgfalt. Bei einem Winkel- oder Winkel-Klick-System werden die Längsseiten der Dielen schräg ineinander geführt und dann heruntergedrückt. Bei einem Schlag-Klick-System werden die Dielen ebenfalls schräg eingehängt und dann mit einem Schlagholz und Gummihammer sanft, aber bestimmt auf der Kopfseite zusammengeklopft, bis sie fest und fugenlos sitzen. Ein zu starkes Schlagen kann das Klick-System beschädigen. Die Fugen sollten nach dem Zusammenfügen nahezu unsichtbar sein.

Beim Verlegen von Laminat in schmalen Bereichen wie einem Flur ist die Ausrichtung der Dielen entscheidend für die Raumwirkung. Längs zur Laufrichtung verlegte Dielen lassen den Gang breiter erscheinen, während quer verlegte Dielen ihn kürzer wirken lassen können. Achten Sie auch hier auf die korrekte Dehnungsfuge zur Wand. Für besonders beanspruchte Bereiche wie einen Flur ist die Wahl eines robusten Laminats mit hoher Nutzungsklasse und einer widerstandsfähigen Oberfläche ratsam. Die Verlegung sollte zügig erfolgen, um ein Verschmutzen der Klickprofile zu vermeiden.

Zuschnitte, Hindernisse und die letzte Reihe

Während der Verlegung werden Sie unweigerlich auf Hindernisse wie Türrahmen, Heizungsrohre oder Säulen stoßen. Hier sind präzise Zuschnitte gefragt. Für Heizungsrohre können Sie beispielsweise Rundschnitte anfertigen oder ein Stichsägeblatt durch die Diele führen und anschließend die ausgeschnittenen Teile mit einem speziellen Kleber fixieren, wobei der Dehnungsabstand zur Wand erhalten bleiben muss. Türrahmen werden oft unterfüttert, sodass die Laminatdiele darunter geschoben werden kann. Dies erfordert das Abtrennen des unteren Teils des Rahmenholzes.

Bei Türrahmen, die nicht unterfüttert werden können, muss die Diele auf Gehrung geschnitten werden. Hierbei wird die Diele so zugeschnitten, dass sie optisch mit dem Türrahmen abschließt. Oft ist es praktikabler, die Diele direkt an die Wand des Türrahmens zu stoßen und die Dehnungsfuge durch eine Fußleiste abzudecken. Messen Sie die benötigten Maße stets sorgfältig aus und übertragen Sie diese exakt auf die Diele, bevor Sie schneiden.

Umgang mit Türrahmen und Rohren

Das Anpassen von Laminat an Türrahmen erfordert oft ein sogenanntes Unterfüttern. Dabei wird die Bodenfeinheit des Türrahmens von unten bis zur gewünschten Höhe des Laminatbodens abgeschnitten. Die Laminatdiele wird dann unter den zugeschnittenen Türrahmen geschoben, um einen sauberen Übergang zu schaffen und die Dehnungsfuge zu verdecken. Dies erfordert ein gutes Werkzeug wie einen Fuchsschwanz oder eine Tauchsäge mit Führungsschiene. Achten Sie darauf, nicht in den Rahmen selbst zu schneiden, sondern nur das unterste Holzprofil.

Für Heizungsrohre, die aus dem Boden ragen, werden meist kreisrunde Ausschnitte in die Diele gemacht. Messen Sie den Abstand des Rohres zur Wand und vom Ende der Diele. Übertragen Sie den Rohrdurchmesser auf die Diele und sägen Sie die entsprechende Öffnung aus. Es ist ratsam, die Diele zunächst nur an den Außenseiten der Rohre zu schneiden und dann das Stück herauszunehmen. Die so entstandene Lücke um das Rohr herum dient der Dehnungsfuge. Sie kann später mit Manschetten oder Rosetten abgedeckt werden. Der Abstand zum Rohr muss ebenfalls mindestens 10-15 mm betragen.

Die letzte Reihe ist oft die anspruchsvollste, da die Dielen hier meist der Breite nach zugeschnitten werden müssen. Messen Sie die Breite des verbleibenden Raums zwischen der vorletzten Reihe und der Wand. Ziehen Sie dabei den Dehnungsabstand zur Wand ab (z.B. 1 cm). Übertragen Sie diese gemessene Breite auf eine Diele, wobei Sie die Federseite zur Wand ausrichten müssen. Wenn Sie die Federseite nicht entfernen können (z.B. bei einem 2-Klick-System), müssen Sie die Brettbreite plus den Dehnungsabstand addieren und dann die zugeschnittene Diele mit dem Zugeisen und Schlagholz in die vorletzte Reihe einfügen.

Abschlussarbeiten: Fußleisten und Übergänge

Nachdem alle Dielen verlegt und zugeschnitten sind, folgen die Abschlussarbeiten. Dazu gehört das Anbringen der Fußleisten, die nicht nur eine ästhetische Funktion erfüllen, sondern auch die Dehnungsfuge zur Wand abdecken. Es gibt verschiedene Befestigungssysteme für Fußleisten: Schrauben, Clips oder Kleben. Die Wahl hängt vom Material der Leiste und der Wandbeschaffenheit ab. Achten Sie darauf, dass die Leisten den Boden nicht fixieren, um die freie Bewegung des Laminats nicht zu behindern.

Der richtige Dehnungsfugenabstand zur Wand ist essenziell für die Langlebigkeit Ihres Bodens. Bei größeren Räumen oder Räumen mit komplexen Grundrissen kann es notwendig sein, zusätzliche Dehnungsfugen einzuplanen, die dann mit speziellen Übergangsprofilen abgedeckt werden. Diese Profile gleichen die Ausdehnung des Bodens über größere Distanzen aus und verhindern Spannungen. Die Wahl des Profils (z.B. als Stoß- oder Ausgleichsprofil) hängt von der Situation ab.

Montage von Fußleisten und Profilen

Die Anbringung von Fußleisten sollte sorgfältig erfolgen, um das Gesamtbild des Raumes abzurunden. Messen Sie die Länge jeder Wand und schneiden Sie die Leisten entsprechend zu. Bei Gehrungsschnitten an den Ecken erzielen Sie ein besonders professionelles Ergebnis. Moderne Fußleisten verfügen oft über ein integriertes Clipsystem, das eine einfache Montage und Demontage ermöglicht. Alternativ können die Leisten verschraubt oder mit Montagekleber befestigt werden. Stellen Sie sicher, dass die Leisten fest sitzen, aber den Boden nicht fixieren.

Übergangsprofile sind unerlässlich, wenn zwei Laminatflächen aufeinandertreffen oder wenn der Boden in einen anderen Bodenbelag übergeht. Diese Profile werden entweder in eine Nut im Laminat eingeklickt oder auf dem Untergrund verschraubt. Sie gleichen Höhenunterschiede aus und sorgen für einen nahtlosen Übergang, beispielsweise zwischen Wohnzimmer und Küche oder zu einer Terrassentür. Achten Sie darauf, dass das Profil für die jeweilige Nutzungsklasse und Beanspruchung geeignet ist. Eine Verlegung von Laminat auf Linoleum oder auf Parkett kann solche Übergänge notwendig machen.

Ein wichtiger Aspekt bei der Verlegung ist das Thema aufgequollenes Laminat reparieren. Wenn Sie feststellen, dass Laminat an den Rändern aufgequollen ist, ist dies meist ein Zeichen für zu hohe Feuchtigkeit oder eine fehlende/unzureichende Dampfbremse. In milden Fällen kann das Problem durch gute Belüftung und Trocknung behoben werden. Bei starken Schäden ist ein Austausch der betroffenen Dielen oft unumgänglich. Dies verdeutlicht die Wichtigkeit der korrekten Vorbereitung und Abdichtung des Untergrunds.

Fehleranalyse und Behebung bei Laminatböden

Auch bei sorgfältiger Planung und Ausführung können während oder nach der Verlegung von Laminatböden Probleme auftreten. Ein häufiges Problem sind Knarrgeräusche, die auf Unebenheiten im Untergrund, eine unzureichende Trittschalldämmung oder falsch verlegte Dielen zurückzuführen sein können. Wenn das Knarren an einer bestimmten Stelle auftritt, kann es helfen, die angrenzenden Dielen zu überprüfen und gegebenenfalls nachzujustieren. In schweren Fällen kann es nötig sein, Teile des Bodens wieder aufzunehmen und den Untergrund zu korrigieren.

Ein weiteres häufiges Problem ist das Aufquellen von Laminat, insbesondere an den Rändern. Dies deutet fast immer auf eine zu hohe Feuchtigkeit hin. Mögliche Ursachen sind eine fehlende oder defekte Dampfbremse auf mineralischen Untergründen, ausgelaufene Flüssigkeiten, die nicht umgehend beseitigt wurden, oder eine generell zu hohe Luftfeuchtigkeit im Raum. Wenn das Laminat erst nach einiger Zeit aufquillt, kann dies auch auf eine unzureichende Dehnungsfuge zur Wand hindeuten, die das natürliche Ausdehnen des Materials verhindert.

Umgang mit Fugenbildung und Beschädigungen

Fugenbildung zwischen den Laminatdielen ist ein klares Indiz dafür, dass sich das Material ausgedehnt und wieder zusammengezogen hat, oft aufgrund von Temperaturschwankungen oder Feuchtigkeit. Wenn sich die Fugen im Laufe der Zeit vergrößern und sichtbar werden, deutet dies auf Probleme mit der Akklimatisierung oder der Verlegung hin. Ein zu geringer Dehnungsabstand zur Wand ist hier oft die Ursache. Kleine, neu entstandene Fugen können sich manchmal wieder schließen, wenn sich die Umgebungsbedingungen stabilisieren.

Oberflächliche Kratzer oder Abplatzungen können durch unsachgemäße Handhabung während der Verlegung oder durch starke Beanspruchung entstehen. Kleine Kratzer können oft mit speziellem Laminat-Wachs oder Reparaturstiften in passender Farbe kaschiert werden. Bei größeren Beschädigungen, wie tiefen Rissen oder abgeplatzten Ecken, ist es ratsam, die betroffene Diele auszutauschen. Dies ist bei schwimmend verlegten Böden relativ unkompliziert möglich, erfordert jedoch, dass man bei der Verlegung einige Dielen als Reserve aufgehoben hat.

Wenn Sie Laminat auf Laminat verlegen, ist besondere Vorsicht geboten. Der alte Boden muss extrem eben und fest sein. Oft ist es ratsam, eine zusätzliche dünne Ausgleichsunterlage zu verwenden, um die Verbindung des neuen Laminats zu stabilisieren. Die Dehnungsfugen zur Wand müssen auch hierbei unbedingt eingehalten werden, da sich sonst zwei Schichten Laminat ungünstig verhalten könnten. Vergewissern Sie sich, dass der alte Bodenbelag keine Hohlräume oder lose Stellen aufweist.

Laminatpflege und Langlebigkeit

Die Lebensdauer eines Laminatbodens hängt maßgeblich von der korrekten Verlegung und der anschließenden Pflege ab. Eine fachgerechte Installation legt den Grundstein, aber die regelmäßige und richtige Reinigung sorgt dafür, dass der Boden über Jahre hinweg optisch ansprechend und funktional bleibt. Die Pflege von Laminat ist im Vergleich zu anderen Bodenbelägen relativ unkompliziert, erfordert jedoch die Beachtung einiger wichtiger Punkte, um Beschädigungen zu vermeiden.

Die tägliche Reinigung sollte trocken erfolgen. Ein weicher Besen, ein Staubmopp oder ein Staubsauger mit einer weichen Bürstenrolle sind hierfür ideal. Vermeiden Sie Staubsauger mit harten Bürsten, da diese Kratzer auf der Oberfläche hinterlassen können. Regelmäßiges Entfernen von Staub und Schmutz verhindert, dass dieser sich in den Fugen festsetzt oder als scheuerndes Mittel wirkt, das die Oberfläche zerkratzen kann.

Reinigungsmethoden für Laminatböden

Bei der feuchten Reinigung von Laminat ist Vorsicht geboten: Laminat ist nicht wasserfest, sondern lediglich wasserresistent. Daher sollte immer nur ein nebelfeuchtes Tuch oder ein gut ausgewrungener Mopp verwendet werden. Stellen Sie sicher, dass keine stehende Nässe auf dem Boden verbleibt, da diese in die Fugen eindringen und dort zu Schäden wie aufgequollenem Laminat führen kann. Spezielle Laminatreiniger sind oft die beste Wahl, da sie auf die Bedürfnisse dieses Materials abgestimmt sind und keine Rückstände hinterlassen.

Vermeiden Sie aggressive Reinigungsmittel, Scheuermittel oder Dampfreiniger, da diese die Oberfläche des Laminats beschädigen können. Dampfreiniger können zwar auf vielen Laminatböden verwendet werden, aber nur unter bestimmten Bedingungen und mit speziellen Aufsätzen. Informieren Sie sich hierzu unbedingt beim Hersteller Ihres Laminatbodens. Die Herstellerangaben sind die verlässlichste Quelle für spezifische Pflegehinweise.

Schutzmaßnahmen sind ebenfalls wichtig für die Langlebigkeit. Filzgleiter unter Stuhlbeinen und Möbeln verhindern Kratzer, insbesondere wenn Möbel regelmäßig verschoben werden. Bei Stühlen mit Rollen sollten Sie auf spezielle Hartbodenrollen oder eine Schutzmatte zurückgreifen. Teppiche in stark beanspruchten Bereichen, wie vor der Spüle oder der Eingangstür, können den Boden vor Abrieb und Schmutz schützen. Achten Sie bei der Verlegung auf eine sorgfältige Ausführung, um Probleme wie aufgequollenes Laminat in Zukunft zu vermeiden.

Häufige Fragen zum Laminat verlegen

Das Verlegen von Laminat wirft oft spezifische Fragen auf, die von angehenden Heimwerkern und erfahrenen Handwerkern gleichermaßen gestellt werden. Viele Unsicherheiten drehen sich um die Kompatibilität mit bestehenden Böden, die Notwendigkeit bestimmter Vorbereitungen oder den Umgang mit schwierigen Raumsituationen. Eine klare Beantwortung dieser Fragen hilft, typische Fehler zu vermeiden und eine professionelle Verlegung zu gewährleisten.

Die Frage, ob man Laminat auf teppichboden verlegen kann, wird häufig gestellt. Generell ist davon abzuraten, da Teppiche nachgiebig sind und der Untergrund dadurch instabil wird. Dies kann zu Beschädigungen des Klick-Systems und zu Knarrgeräuschen führen. Wenn es dennoch sein muss, sollte der Teppichboden sehr kurzflor und fest sein, und es muss eine geeignete Unterlage verwendet werden. Eine Alternative ist das Entfernen des Teppichs.