Warum das Schärfen von Forstnerbohrern unerlässlich ist
Ein scharfer Forstnerbohrer ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit für jeden ambitionierten Holzwerker. Die einzigartige Konstruktion eines Forstnerbohrers – mit einem zentralen Zentrierpunkt, zwei schneidenden Außenmessern und einer zylindrischen Schneide – ermöglicht flache, kreisrunde Bohrungen ohne Ausrisse. Wenn diese Schneiden jedoch stumpf werden, verliert der Bohrer seine Effektivität dramatisch. Stumpfe Bohrer erfordern mehr Kraft, was zu unsauberen Schnitten, ausgefransten Kanten und unpräzisen Bohrungen führt. Im schlimmsten Fall kann ein übermäßiger Kraftaufwand das Werkstück beschädigen oder den Bohrer selbst überhitzen und zerstören. Das regelmäßige Schärfen erhält die Präzision, reduziert die Anstrengung und verlängert die Lebensdauer Ihrer wertvollen Werkzeuge, was insbesondere bei hochwertigen Bohrern wie denen von Fisch oder Festool einen erheblichen wirtschaftlichen und praktischen Vorteil darstellt.
Die Leistung eines Forstnerbohrers hängt direkt von der Schärfe seiner Schneiden ab. Insbesondere die beiden äußeren Schneiden und die tangentialen Schneiden an der Zylinderwand sind für den Schnitt verantwortlich. Wenn diese stumpf sind, greifen sie das Holz nicht mehr sauber, sondern reißen es eher aus. Dies führt zu einem unsauberen Schnittbild, das oft Nacharbeit erfordert. Für Anwendungen, bei denen es auf höchste Präzision ankommt, wie beispielsweise bei der Installation von Scharnieren oder Dübeln, ist ein scharfer Bohrer absolut unerlässlich. Tiefe Löcher erfordern ebenfalls eine gute Schneidleistung, da sich sonst der Bohrer leichter verkantet und das Ergebnis ungleichmäßig wird.
Die häufigsten Gründe für einen stumpfen Bohrer sind Abnutzung durch häufigen Gebrauch, das Bohren durch harte Holzarten wie Hartholz oder sogar das versehentliche Treffen von Fremdkörpern im Holz, wie kleine Steine oder Nägel. Selbst das Bohren in sehr abrasiven Materialien wie Verbundwerkstoffen kann die Schneiden schnell beschädigen. Ein gut gepflegter Forstnerbohrer schärfen Prozess verlängert die Lebensdauer Ihrer Werkzeuge erheblich und spart Ihnen auf lange Sicht Kosten für Neuanschaffungen. Es ist eine Investition in die Qualität Ihrer Arbeit und die Langlebigkeit Ihres Werkzeugsortiments.
Die Fähigkeit, einen Forstnerbohrer präzise zu schärfen, ist eine Kernkompetenz für jeden ernsthaften Holzbearbeiter, die über bloße Funktionalität hinausgeht.
Voraussetzungen: Werkzeuge und Materialien für das Schärfen
Bevor Sie mit dem Schärfen Ihres Forstnerbohrers beginnen, ist die richtige Ausrüstung entscheidend für ein erfolgreiches Ergebnis. Ohne die passenden Werkzeuge laufen Sie Gefahr, die empfindlichen Schneiden weiter zu beschädigen, anstatt sie zu schärfen. Die Auswahl hängt von der gewünschten Präzision und der verfügbaren Ausrüstung ab. Für ein manuelles Schärfen sind ein hochwertiger Schleifstein (idealerweise ein kombinierter Stein mit unterschiedlichen Körnungen, z.B. 1000/4000er oder feiner), ein Spannwerkzeug wie ein Schraubstock oder eine Bohrmaschinen-Spannvorrichtung und eine gute Lichtquelle unerlässlich. Oftmals ist ein Winkelmesser oder eine Schärfhilfe hilfreich, um den korrekten Schleifwinkel zu gewährleisten.
Für präzisere Ergebnisse oder bei häufiger Anwendung ist eine elektrische Schärfmaschine eine lohnende Investition. Hierzu zählen beispielsweise spezielle Schärfgeräte für Bohrer, eine Schleifmaschine mit Schleifscheiben feiner Körnung oder eine Werkbank-Schleifmaschine mit einem geeigneten Schleifaufsatz. Bei der Verwendung von Maschinen ist es besonders wichtig, die richtige Körnung und die korrekte Drehzahl zu wählen, um Überhitzung zu vermeiden. Eine Wasserkühlung kann hierbei Gold wert sein, um die Standzeit der Schneiden zu erhalten. Unabhängig von der Methode sollten Sie stets Schutzbrillen tragen, um Ihre Augen vor feinem Metallstaub und Splittern zu schützen. Ein sauberes Tuch zum Abwischen des Bohrers und der Werkzeuge ist ebenfalls notwendig.
Eine genaue Kenntnis des Winkels, unter dem die Schneiden ursprünglich geschliffen wurden, ist von Vorteil. Zwar können Sie sich auf Erfahrungswerte verlassen, doch die exakte Wiederherstellung des Originalwinkels optimiert die Schneidleistung. Viele Hersteller geben diese Winkel an, besonders bei hochwertigen Werkzeugen. Für den Heimwerker sind oft Winkel im Bereich von 10-20 Grad für die Hauptschneiden üblich, wobei die tangentialen Schneiden einen etwas steileren Winkel aufweisen können, um das Material abzutragen.
Verwenden Sie niemals einen groben Schleifstein für das Schärfen von Forstnerbohrern, da dieser die Schneiden unnötig abträgt und die Präzision verschlechtert. Beginnen Sie immer mit einer feineren Körnung und arbeiten Sie sich bei Bedarf vor.
Schritt-für-Schritt-Anleitung: Forstnerbohrer schärfen
Das Schärfen eines Forstnerbohrers erfordert Geduld und Präzision. Der Prozess kann grob in die folgenden Schritte unterteilt werden: Vorbereitung, das eigentliche Schärfen der verschiedenen Schneiden und die abschließende Kontrolle.
- Vorbereitung und Reinigung: Reinigen Sie den Bohrer gründlich von Bohrmehl, Harz und Öl. Ein sauberer Bohrer ermöglicht eine bessere Sicht auf die Schneiden und verhindert, dass Verunreinigungen den Schleifprozess stören. Spannen Sie den Bohrer sicher in einem Schraubstock oder einer geeigneten Halterung ein, sodass die zu schärfende Schneide gut zugänglich ist.
- Schärfen der äußeren Schneiden: Dies sind die beiden stumpfen Spitzen, die hauptsächlich für das Ansetzen und die Führung des Bohrers zuständig sind. Nehmen Sie einen feinkörnigen Schleifstein oder eine Schleifscheibe und führen Sie diese in einer leichten Schleifbewegung entlang der Außenkante. Achten Sie darauf, den ursprünglichen Winkel der Schneide beizubehalten. Schleifen Sie immer von der Innenseite der Schneide nach außen, um das Material sanft abzutragen. Wiederholen Sie diesen Vorgang abwechselnd auf beiden Seiten, um eine gleichmäßige Schärfe zu erzielen. Ein zu starker Druck kann die Schneide beschädigen.
- Schärfen der tangentialen Schneiden (Innensichel): Diese Schneiden an der Zylinderwand sind entscheidend für das eigentliche Abtrennen des Holzes. Sie sind oft schwerer zugänglich. Verwenden Sie hierfür einen kleinen Schleifstein (z.B. einenavourites Honstein) oder eine feine Rundfeile. Führen Sie den Stein oder die Feile vorsichtig entlang der Innenseite der Zylinderwand, dort wo die tangentiale Schneide sitzt. Ziel ist es, die Schneide wieder scharf zu bekommen, ohne dabei zu viel Material abzutragen. Achten Sie darauf, nicht in die äußeren Schneiden zu geraten.
- Schärfen des Zentrierpunkts: Der Zentrierpunkt sollte idealerweise scharf bleiben und nicht beim Schleifen der anderen Schneiden beschädigt werden. Sollte er doch stumpf geworden sein, können Sie ihn vorsichtig mit einem kleinen Stein oder einer feinen Rundfeile nachschärfen. Ziel ist ein spitzer, aber nicht zu aggressiver Punkt, der den Bohrer sicher positioniert.
- Entgraten und Polieren: Nach dem Schärfen verbleiben oft feine Grate an den Schneiden. Diese müssen vorsichtig entfernt werden. Dies kann durch kurzes Abziehen auf einem feinen Schleifstein oder Lederriemen geschehen. Anschließend polieren Sie die Schneiden leicht, um eine saubere Schnittfläche zu gewährleisten.
Der Prozess erfordert eine ruhige Hand und regelmäßige Überprüfung. Beginnen Sie mit der gröbsten benötigten Körnung und wechseln Sie zu feineren, um die Schneiden zu veredeln. Die genaue Technik kann variieren, je nachdem, ob Sie einen Festool Forstnerbohrer Set FB D 15 35 CE Set oder einen anderen Hersteller bearbeiten. Bei einem Forstnerbohrer Set ist es ratsam, die einzelnen Bohrer nacheinander zu bearbeiten.
Nutzen Sie nach dem Schärfen ein Stück Hartholz, um die Schärfe zu testen. Ein scharfer Bohrer bohrt leicht und ohne Widerstand.
Überprüfung der Schärfe und Qualität der Bohrung
Nachdem Sie Ihren Forstnerbohrer geschärft haben, ist die Überprüfung der Schärfe ein kritischer Schritt, um sicherzustellen, dass die Arbeit erfolgreich war und die gewünschte Qualität erzielt wird. Eine visuelle Inspektion ist ein guter erster Schritt. Betrachten Sie die geschärften Schneiden unter guter Beleuchtung. Sie sollten sauber und glatt aussehen, ohne sichtbare Ausbrüche oder übermäßigen Materialabtrag. Ein leichter Glanz auf der Schneide zeigt an, dass sie gut geschliffen ist. Achten Sie besonders auf die äußeren Schneiden und die tangentialen Schnittkanten an der Zylinderwand. Dies sind die primären Elemente, die für die Schneidleistung verantwortlich sind.
Eine gängige Methode zur Überprüfung der Schärfe ist der Fingernageltest. Führen Sie vorsichtig mit dem Fingernagel über die Schneide. Eine scharfe Schneide sollte den Nagel leicht greifen und ein kaum wahrnehmbares Ruckeln verursachen, wenn Sie den Nagel darüber ziehen. Seien Sie hierbei äußerst vorsichtig, um sich nicht zu schneiden. Dies ist jedoch kein exaktes wissenschaftliches Maß, sondern eher ein Indikator für eine spürbare Schärfe.
Der ultimative Test ist jedoch die praktische Anwendung. Bohren Sie in ein Stück Restholz, idealerweise aus der gleichen Holzart, die Sie normalerweise bearbeiten. Ein gut geschärfter Forstnerbohrer sollte mühelos in das Holz eindringen, fast ohne Druck. Das abgeschnittene Material sollte sauber aus der Bohrung ausgeworfen werden, und die Kanten der Bohrung sollten glatt und ohne Ausrisse sein. Wenn der Bohrer schwergängig ist, das Holz ausreißt oder nur widerwillig schneidet, ist wahrscheinlich mehr Nacharbeit oder eine andere Schärftechnik erforderlich. Bei Bohrungen in Hartholz wird die Leistung eines scharfen Bohrers noch deutlicher spürbar.
Die Tiefe der Bohrung und die Ebenheit des Bodens sind weitere Indikatoren. Ein scharfer Bohrer ermöglicht es Ihnen, eine konsistente Tiefe zu erreichen. Wenn Sie immer wieder einen Forstnerbohrer mit Zentrierbohrer verwenden, stellen Sie sicher, dass dieser ebenfalls korrekt positioniert ist und das Holz nicht unnötig ausreißt.
Die Qualität des Bohrlochs selbst ist der beste Beweis für einen erfolgreich geschärften Forstnerbohrer; ein sauberes Loch ohne Ausrisse spricht Bände.
Häufige Fehler beim Schärfen von Forstnerbohrern vermeiden
Beim Schärfen von Forstnerbohrern schleichen sich leicht Fehler ein, die die Schneiden beschädigen oder das Ergebnis mindern können. Einer der häufigsten Fehler ist die Verwendung von Werkzeugen mit der falschen Körnung. Ein zu grober Stein trägt unnötig viel Material ab, während ein zu feiner Stein bei einem stark stumpfen Bohrer stundenlange Arbeit bedeuten kann, ohne ein optimales Ergebnis zu erzielen. Es ist wichtig, mit einer geeigneten Körnung zu beginnen und sich bei Bedarf zu einer feineren vorzuarbeiten.
Ein weiterer kritischer Punkt ist der Schleifwinkel. Wenn der Winkel zu steil oder zu flach gewählt wird, ändert sich das Schnittverhalten des Bohrers. Ein zu steiler Winkel kann dazu führen, dass die Schneide schneller ausbricht, während ein zu flacher Winkel die Schneide weniger aggressiv macht und das Risiko des Ausreißens erhöht. Es ist ratsam, sich an den ursprünglichen Winkeln zu orientieren oder die empfohlenen Winkel des Herstellers zu recherchieren. Bei einem Forstnerbohrer Set kann es vorkommen, dass die Winkel leicht variieren.
Überhitzung ist ein stiller Killer für die Schneiden. Wenn der Bohrer während des Schärfprozesses zu heiß wird, verliert er seine Härte, was seine Schneidleistung dauerhaft beeinträchtigt. Dies tritt häufig bei maschinellem Schärfen auf, wenn die Drehzahl zu hoch ist oder zu lange und ohne Kühlung geschliffen wird. Achten Sie auf die Temperatur des Bohrers und legen Sie bei Bedarf Pausen ein oder verwenden Sie Kühlmittel. Dies ist besonders wichtig, wenn Sie das Schärfen für tiefe Löcher oder Hartholz optimieren möchten.
Das Schärfen der tangentialen Schneiden an der Innenseite des Zylinders wird oft vernachlässigt oder falsch durchgeführt. Hierfür sind oft spezielle, kleinere Werkzeuge nötig. Eine unsachgemäße Bearbeitung dieser Schneiden kann dazu führen, dass das Holz nicht sauber abgetragen wird, was zu einem schlechten Schnittbild führt. Auch das Überarbeiten des Zentrierpunkts kann zu Problemen führen, wenn dieser zu spitz oder zu breit geschliffen wird.
Schärfen Sie immer nur so viel Material wie nötig ab. Ein übermäßig geschärfter Bohrer hat eine verkürzte Lebensdauer, da die Schneiden abgetragen werden und die Distanz zwischen den Schneiden und dem Bohrkörper sich verändert.
Spezialfälle und erweiterte Techniken
Während das Grundprinzip des Schärfens von Forstnerbohrern für die meisten Modelle und Marken wie Fisch oder Festool ähnlich ist, gibt es Spezialfälle und erweiterte Techniken, die für optimale Ergebnisse bei anspruchsvollen Anwendungen von Bedeutung sind. Dazu gehört beispielsweise das Schärfen von Forstnerbohrern, die speziell für Hartholz konzipiert sind. Diese erfordern oft etwas robustere Schneiden und präzisere Winkel, um die höhere Dichte und die komplexeren Holzfasern effektiv zu durchdringen, ohne dass der Bohrer überhitzt oder beschädigt wird.
Forstnerbohrer mit einem integrierten Zentrierbohrer (Forstnerbohrer mit Zentrierbohrer) erfordern eine sorgfältige Handhabung beider Elemente. Der Zentrierbohrer dient der präzisen Positionierung und muss ebenfalls scharf gehalten werden, darf aber beim Schärfen der Hauptschneiden nicht beschädigt werden. Spezielle Schleifdorne oder feine Schleifkegel können hier nützlich sein, um den Zentrierpunkt gezielt nachzuschärfen, ohne die umliegenden Schneiden zu beeinträchtigen.
Für das Bohren von sehr tiefen Löchern (Forstnerbohrer tiefe Löcher) kann die Effizienz des Schärfens von noch größerer Bedeutung sein. Ein scharfer Bohrer reduziert die Reibung und damit die Wärmeentwicklung, was bei tiefen Bohrungen, bei denen der Bohrer länger im Material verbleibt, kritisch ist. Auch die richtige Geometrie der Schneiden spielt hier eine Rolle; manche Experten empfehlen leicht modifizierte Winkel oder eine leicht angepasste Schneidengeometrie, um das Späneabfuhrverhalten bei tiefen Bohrungen zu verbessern.
Das Schärfen eines Forstnerbohrer Sets, das eine breite Palette von Durchmessern umfasst, erfordert ein gutes Gespür für die jeweiligen Größen. Kleinere Bohrer erfordern feinere Werkzeuge und eine ruhigere Hand, während größere Bohrer möglicherweise mehr Materialabtrag erfordern, aber auch leichter zu handhaben sein können, wenn man die richtigen Werkzeuge wählt. Eine Forstnerbohrer Verlängerung mag zwar nicht direkt mit dem Schärfen zu tun haben, aber ein scharfer Bohrer ist die Voraussetzung dafür, dass die Verlängerung überhaupt effektiv arbeiten kann.
Ein Forstnerbohrer, der zu heiß dreht, ist ein klares Zeichen für stumpfe Schneiden oder eine falsche Technik, was das Schärfen umso wichtiger macht.
Wann professionelle Hilfe beim Schärfen in Anspruch nehmen?
Obwohl das Schärfen von Forstnerbohrern eine erlernbare Fähigkeit ist, gibt es Situationen, in denen die Konsultation eines Fachmanns oder die Beauftragung eines professionellen Schärfservices die intelligentere Option darstellt. Dies gilt insbesondere, wenn Sie über eine sehr begrenzte Werkzeugausstattung verfügen oder unsicher bezüglich der korrekten Technik sind. Hochwertige Forstnerbohrer, wie beispielsweise ein Festool Forstnerbohrer Set, repräsentieren eine signifikante Investition. Fehler beim Schärfen können den Wert dieser Werkzeuge mindern oder sie sogar unbrauchbar machen. Ein Profi verfügt über spezialisierte Maschinen und das notwendige Know-how, um die Schneiden präzise und schonend zu schärfen, ohne die Integrität des Bohrers zu gefährden.
Wenn Sie feststellen, dass Ihre Forstnerbohrer trotz wiederholter Schärfversuche nicht mehr die erwartete Leistung erbringen, ist dies ein deutliches Zeichen dafür, dass möglicherweise tiefere Probleme vorliegen oder die Schneiden stark beschädigt sind. Dies kann der Fall sein, wenn Fremdkörper wie kleine Steine oder Nägel versehentlich gebohrt wurden. Ein professioneller Schärfdienst kann oft auch dann noch helfen, wenn die Bohrer äußerlich stark beschädigt erscheinen. Sie können beurteilen, ob eine Reparatur oder ein Nachschärfen noch sinnvoll ist, oder ob der Bohrer ersetzt werden muss.
Ein weiterer Aspekt ist die Zeitersparnis. Das Erlernen und Perfektionieren der Schärftechnik erfordert Übung und Zeit. Wenn Sie nur gelegentlich Forstnerbohrer verwenden, ist es möglicherweise effizienter, diese von einem spezialisierten Dienstleister schärfen zu lassen. Dies stellt sicher, dass Ihre Werkzeuge stets in optimalem Zustand sind, ohne dass Sie sich selbst mit der komplexen Technik auseinandersetzen müssen. Die Kosten für das Schärfen eines einzelnen Bohrers oder eines Sets sind oft geringer als die Zeit und das potenzielle Risiko von Beschädigungen, die mit dem Selberschärfen verbunden sind.
Die Entscheidung für einen professionellen Schärfdienst sichert die Langlebigkeit Ihrer Werkzeuge und die Qualität Ihrer Holzarbeiten, insbesondere bei anspruchsvollen Projekten.
Pflege und Wartung für langanhaltende Schärfe
Die Investition in das Schärfen Ihrer Forstnerbohrer ist nur die halbe Miete. Um die erzielte Schärfe möglichst lange zu erhalten und die Lebensdauer Ihrer Werkzeuge zu maximieren, sind regelmäßige Pflege und vorbeugende Wartungsmaßnahmen unerlässlich. Nach jedem Gebrauch sollten die Bohrer von Bohrmehl, Harzrückständen und Feuchtigkeit befreit werden. Dies verhindert Korrosion und stellt sicher, dass die Schneiden für den nächsten Einsatz sauber und frei von Hindernissen sind. Ein leichtes Einölen mit einem dünnen Schutzöl, insbesondere für die Lagerung über längere Zeiträume, kann ebenfalls Rost vorbeugen.
Die richtige Lagerung spielt eine entscheidende Rolle. Forstnerbohrer sollten so aufbewahrt werden, dass sich die Schneiden nicht gegenseitig berühren oder mit anderen harten Gegenständen kollidieren. Ein Bohrer-Organizer, eine passende Werkzeugkiste oder spezielle Holster sind hierfür ideal. Vermeiden Sie es, die Bohrer lose in einer Schublade herumliegen zu lassen, wo sie leicht beschädigt werden können. Bei einem Forstnerbohrer Set ist die Aufbewahrung in der Originalverpackung oder einer dafür vorgesehenen Box oft die beste Lösung, um die Bohrer voneinander getrennt zu halten.
Achten Sie auch auf die Materialien, durch die Sie bohren. Das Bohren durch Materialien, die harte Partikel enthalten, wie z.B. bestimmte Verbundwerkstoffe oder Hartholz mit versteckten Einschlüssen, kann die Schneiden schneller abstumpfen lassen. Wenn möglich, vermeiden Sie solche Materialien oder verwenden Sie spezielle Bohrer, die dafür ausgelegt sind. Bei wiederkehrenden Problemen mit der Schärfe, selbst nach sorgfältigem Schleifen, könnte es ratsam sein, die Bohrer von einem Fachmann überprüfen zu lassen, um sicherzustellen, dass keine strukturellen Schäden vorliegen, die eine vorzeitige Abstumpfung verursachen.
Ein regelmäßiges, leichtes Nachschärfen kann oft verhindern, dass die Bohrer erst richtig stumpf werden. Anstatt zu warten, bis eine umfangreiche Nachschärfung notwendig ist, kann ein kurzes Abziehen der Schneiden auf einem feinen Schleifstein oder einem Lederriemen die Schärfe erhalten und den Aufwand für spätere Schärfvorgänge reduzieren. Dies erfordert weniger Zeit und Materialabtrag.
Die sorgfältige Reinigung und trockene Lagerung sind entscheidend, um die Schärfe Ihres Forstnerbohrers für zukünftige Projekte zu bewahren.
Fazit: Die Bedeutung scharfer Werkzeuge für Holzarbeiten
Die Fähigkeit, einen Forstnerbohrer effektiv zu schärfen, ist eine Kernkompetenz, die tiefgreifende Auswirkungen auf die Qualität Ihrer Holzarbeiten hat. Ein scharfer Forstnerbohrer schneidet nicht nur sauber und präzise, sondern reduziert auch die Belastung für Werkzeug und Anwender. Das bedeutet weniger Ausrisse, glattere Bohrlochwände und eine allgemein höhere Arbeitsgeschwindigkeit und -sicherheit. Die Investition in das Wissen und die Werkzeuge zum Schärfen Ihrer Forstnerbohrer – sei es für Hartholz, tiefe Löcher oder allgemeine Anwendungen – zahlt sich durch bessere Ergebnisse und eine längere Lebensdauer Ihrer Werkzeuge direkt aus.
Es ist eine Investition in die Präzision, die bei anspruchsvollen Projekten wie dem Einbau von Möbelbeschlägen, dem Herstellen von Dübelverbindungen oder dem präzisen Bohren für Installationszwecke unerlässlich ist. Die Wahl der richtigen Schärfwerkzeuge, das Verständnis der benötigten Winkel und die Anwendung der korrekten Techniken sind entscheidend. Ob Sie sich für das manuelle Schärfen mit Schleifsteinen entscheiden, eine elektrische Schärfmaschine nutzen oder sich für einen professionellen Schärfdienst entscheiden, das Ziel bleibt dasselbe: die Schneiden in einem optimalen Zustand zu halten.
Denken Sie daran, dass ein stumpfer Bohrer nicht nur die Holzoberfläche beschädigt, sondern auch das Risiko erhöht, dass das Werkstück beschädigt wird oder der Bohrer selbst überhitzt und unbrauchbar wird. Die Pflege und regelmäßige Wartung, einschließlich der Reinigung und korrekten Lagerung, sind ebenso wichtig wie der eigentliche Schärfvorgang, um die erzielte Schärfe zu bewahren. Durch die Beachtung dieser Prinzipien stellen Sie sicher, dass Ihre Forstnerbohrer, egal ob von Fisch, Festool oder einer anderen Marke, stets ihre maximale Leistung bringen.
Die Mühe, die Sie in das Schärfen und Pflegen Ihrer Forstnerbohrer investieren, spiegelt sich direkt in der Qualität und Präzision jedes einzelnen Bohrloches wider.
